Frame vom 7. + 8. RSG Stadtslalom Neuruppin
Am 29.09.2019 fand in Neuruppin der 7- + 8. Stadtslalom der RSG Neuruppin statt.
Dieser Lauf ist immer ein besonderes Schmankerl, unterscheidet sich der Ort und die zu befahrene Strecke immanent von den anderen. Diese sind zwar nicht schlechter oder dieser Ort besser, aber der Stadtslalom ist für die Fahrer halt immer etwas Spezielles. Verschiedene Untergründe, Enge und Zuschauer an der Strecke machen den Reiz des Durchgangs dort aus.
Auch in diesem Jahr wurde von der RSG ein anspruchsvoller Parcours gebaut und eine gute Veranstaltung organisiert. Schon am Morgen war abzusehen, dass sich die Zuschauerzahlen an der Strecke in Grenzen halten würden, so kündigte der Himmel wolkenverhangen Regen an. Und er hielt was er versprach. Kurz nach der Technischen Abnahme der Fahrzeuge und Helme durch den Technischen Kommissar Veit Ebert vom MSC Berlin öffneten sich die Schleusen und brachte Regen mit sich. Und es regnete und regnete. Doch damit war der Witterung böses Spiel nicht vorbei, denn normalerweise hätte man sich ja unter die Pavillons, die die Teams aufbauen stellen können, aber mit dem Regen kam auch der Wind. Selbst wenn man einen Schirm hatte war man nicht sicher, denn dann kam der Regen eben von der Seite. Glücklicherweise hatte Michael Rimpau, der mit seinem BMW an den Start ging eine Wand des Transportanhängers aufgeklappt wir konnten uns drunter stellen. Es gab Kaffee aus dem Hause Klatte (Wohnmobil) und selbstgemachten Kuchen von der Gattin von Bernd, seines Zeichens guter Freund von Clemens und kompetenter Mechaniker und Berater. Was sollte uns da noch erschüttern!? Und fahren kann man ja auch im Regen.
Der MSC Berlin war mit insgesamt 5 Fahrern und drei Fahrzeugen am Start. Auf dem vereinseigenen BMW 318 ti starteten Goeran Nagel sowie sein Sohn Dustin Nagel, auf dem Golf 2 unser Techniker Daniel Hutsky sowie Pascal Schieting und last but not least der aus dieser Gruppe erfahrenste Autoslalom-Pilot Clemens Klatte auf seinem Mini JCW. Vor dem Start war dann bei allen die Slicks aufgezogen hatten schneller Rädertausch angesagt, da bei dem Untergrund die Fahrt auf Slicks zu einer lustigen Rutschpartie geworden wäre.
Die Mannen um Jörg Litfin gaben sich nicht nur größte Mühe, sondern leisteten auch gute Arbeit. An dieser Stelle ein großer Dank an die Streckenposten, die an ihren Positionen ausharrten, sich nicht vor dem Regen großartige schützen konnten und dennoch einen guten Job gemacht haben. Jörg gab den Sprecher und fast pünktlich begann die Veranstaltung. Es starteten wie gewohnt die einzelnen Klassen nacheinander, und es waren sehr interessante Fahrzeuge dabei. Sei es der Trabant, die Rallyefahrzeuge oder Umbauten, es ist immer wieder schön das alles zu sehen. Dann war die uns betreffende Klasse 3b dran und es ging auf die Strecke. Alle hatten zu kämpfen, mit viel Spaß, der Strecke und mit dem Fahrzeug. In der Proberunde konnte man die Strecke kennen lernen, dann musste man aber auch schon sofort ran. Clemens hatte mit seinem Mini so seine Schwierigkeit. Nicht weil es nicht lief, sondern weil er damit beschäftigt war, die Leistung bei den äußeren Umständen auch auf den Boden zu bringen, und zwar vernünftig. Wohldosiert musste er an die Sache gehen und die Gratwanderung zwischen Power und Enthaltung schaffen. Daniel und Pascal waren mit ihrem Golf zufrieden und man konnte an deren Gesichtern und den Zeiten sehen, dass es gut war was sie dort spürten. Dustin und Goeran hingegen waren generell verzückt. Vom Ort, von der Strecke, von den Leuten und besonders davon, dass sie wieder fahren konnten. Sie sind noch dabei den lieblichen BMW zu verinnerlichen und wollten zwar das bestmögliche Ergebnis erfahren, hatten aber keine wirklichen Siegesgedanken, dazu ist die Konkurrenz noch zu groß.
Dennoch waren die Zeiten sehr eng und irgendwie wusste nach Abschluss der Klasse niemand so recht wer denn nun vorne liegen würde. Die Reihenfolge gestaltete sich dann schlussendlich so, dass Pascal im Golf auf dem dritten Platz landete, Clemens im Mini auf dem Zweiten und Daniel die Klasse gewann. Bitter erwischte es indes Dustin. Er wäre im BMW auf dem 4. Platz gelandet, aber zu seinem Entsetzen rechnete man ihm eine Pylone an, die er jedoch scheinbar gar nicht getroffen hatte. So rutschte er auf den 7. Platz. Aufgrund des Regens wurde die Siegerehrung unter dem Veranstalterpavillon gemacht. In der Klasse 3b gab es folglich ein MSC Berlin Podest. Nach der Siegerehrung wurde kurz diskutiert ob man den zweiten Lauf absagen oder noch etwas in der Hoffnung, dass das Wetter sich bessert etwas abwarten solle, aber nach kurzer Beratung wurde gleich wieder begonnen.
Im zweiten Durchgang lief es nicht drastisch anders, außer dass Michael Rimpau von seinem BMW auf den BMW i3 umstieg und ihn durch den Parcours drückte.
Die Wertung des zweiten Durchgangs sah in der für uns relevanten Klasse nicht anders aus, wieder schafften die Teilnehmer die gleichen Platzierungen wie im 1. Durchgang und wiederholten damit, dass alle drei Podestplätze von Fahrern des MSC Berlin besetzt wurde. Das freut natürlich.
Bitte habt Verständnis, dass an dieser Stelle nicht alle Klassenergebnisse angeführt werden, aber es sind dann doch sehr viele. Wer Interesse hat sich diese anzusehen kann das gerne auf der Homepage der RSG Neuruppin, des PSV Berlin oder Motorsport in Berlin tun.
Wir danken Jörg und der RSG Neuruppin für eine trotz Regens und Nässe schöne Veranstaltung und freuen uns aufs nächste Mal.
Wer Interesse hat sich mal im Autoslalom auszuprobieren kann sich gerne bei uns melden und Informationen einholen.
Für dieses Jahr ist die Autoslalom Saison in dieser Region beendet, aber nach der Saison ist vor der Saison – und die kommt bestimmt!
Wer bereits Autoslalom fährt, und ein Teil des fantastischen Teams und dem MSC Berlin werden möchte kann sich auch gerne bei uns melden, Gleichgesinnte, Gönner und Mitglieder sind gerne gesehen und herzlich willkommen!

Besten Gruß,
euer MSC Berlin!

Michael Groth